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Qualitätsmerkmale für italienische Produkte

Käse

Wie ihr natürlich wisst, gibt es viele verschiedene Käsesorten, die in unterschiedlichen Ländern produziert werden. Um meinem Motto treu zu bleiben - und zwar mich auf italienische Pridukte zu konzentrieren - lest ihr in den folgenden Zeilen etwas über Parmesan.

Ein bekanntest Qualitätsmerkmal ist das italienische DOP-Siegel, welches abgekürzt für "Denominazione d'Origine Protetta" steht und zeigt, dass es sich um ein Produkt mit geschützter Herkunftsbezeichnung handelt. So darf der Parmigiano Reggiano nur in den Provinzen Parma, Emilia, Bologna, Reggio Emilia, Modena und in Teilen der Mantua hergestellt werden.  Beim Parmesan (vom italienischen Parmigiano) sollte die Reifedauer mindestens 9-12 Monate betragen.  In der Regel lagert er aber 2 Jahre oder länger. Hierbei gilt natürlich, je länger desto besser, da der Käse ein stärkeres Aroma bekommt. 

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Rinde. Sie sollte fest und hart sein. Grundsätzlich kann sie mitgegessen werden, aber meißt wird sie aus hygienischen Gründen und der Härte entsorgt.

Ich empfehle euch zusätzlich, den Käse immer am Stück zu kaufen und nicht gerieben. Nach dem Reiben oder Abbrechen der Stücke verliert er an Aroma und ihr könnt die benötigte Menge immer selbst bestimmen. So hält er sich auch länger im Kühlschrank (am besten eingewickelt in Küchenpapier und in einer Box verschlossen).

Die Farbe spielt beim Parmesan keine große Rolle. Ihr könnt weder den Reifegrad erkennen, noch deuten weiße Flecken auf Schimmel hin. Ganz im Gegenteil: Weiße Flecken sind Salzausblühungen, die man mitessen kann.

Wein

Beim Wein gibt es vier verschiedene Einstufungen, die für euch wichtig sind:

DOCG = denominazione di origine controllata e garantita (kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung

DOCG ist ein Gütezeichen, das nur wertvollen Weinen vorbehalten bleibt. Die Flaschen müssen eine staatliches Siegel haben.

DOC = denominazione di origine controllata
(kontrollierte Ursprungsbezeichnung)

Dies sind Weine, die aus einem genau begrenzten Anbaugebiet stammen. Alle natürlichen Bedingungen, wie Bodenbeschaffenheit, Lage, Rebsorten, Hektarertrag aber auch Beschneidungssysteme, Kelterung und Lagerung sind genau festgelegt. Das gilt natürlich auf für die DOCG-Weine.

IGT= indicazione geografica tipica (geografische Ursprungsbezeichnung)

Diese Weine entsprechen den deutschen bzw. französischen Landweinen
(Anbaugebiet,  Ertrag, Rebsorten und Mindestmostgewicht sind festgelegt)

VDT = vino da tavola  (Tafelwein)  
Dies sind einfachste Weine, die ohne gesetzliche Regelungen produziert werden dürfen.

 

Zusammengetragen von: http://www.wein-welten.com/das-kompakte-weinwissen/dop-oder-docg/


Balsamico Essig

Der Aceto Balsamico Tradizionale di Modena / di Reggio Emilia wird in der Stadt Modena bzw. in der Region Emilia Romagna hergestellt. Der Essig besteht aus Traubenmost, bei dem ausschließlich die Traubensorten Sauvignon, Lambrusco und Trebbiano verwendet werden. Wie beim Parmesan besteht eine Mindestlagerzeit, die hier jedoch 12 Jahre beträgt, er kann aber bis zu 25 im Fass reifen, wobei er nach und nach an Flüssigkeit verliert.

 

Mein Tipp: Verwendet ihn zum Würzen von einzelnen Speisen, wie kleine Parmesanstückchen, Ziegenkäse oder Mozzarella. Auch ein kleiner Kleks in einer Kürbiscremesuppe verfeinert das Gericht. In Salaten kann man es zwar verwenden als Beimischung, dort ist das Risiko aber groß, dass es nicht zum Gemüse passt oder der Geschmack durch andere Zutaten verloren geht.

 

Olivenöl

Beim Olivenöl wird zwischen drei Qualitäten unterschieden:

Beim nativen Olivenöl extra werden Oliven verwendet, die sich im optimalen Reifesatdium befinden. Sie werden dann wenige Stunden nach dem Pflücken in einer modernen Verfahrensweise verarbeitet. So kommt es nicht zur Oxidation oder  Fermentation.

Das native Olivenöl hingegen kann weniger grische oder beschädigte Oliven enthalten. Auch die Produktionsweise ist weniger modern.

Das "einfache" Olivenöl bzw. Lampantöl ist das Öl mit der niedrigsten Qualität. Dort können auch bereits angefaulte oder vom Boden aufgesammelte Oliven enthalten sein.  Das Öl darf daher auch nur nach der Zugabe von nativem Olivenöl sowie einem chemischen Raffinationsprozess verkauft werden.


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